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Obersee Nachrichten Kolumne #2: Ohne die Ziege gäbe es keinen Kaffee

Um die Ursprünge des Kaffees ranken sich viele Mythen. Eine kleine Exkursion darüber, wie Kaffee eigentlich so selbstverständlich für uns geworden ist.

Der Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi, dessen Ziegen plötzlich an Schlafstörungen litten, die Kaffeepflanze. Da er sich die aufgedrehte Art seiner Tiere nicht erklären konnte, suchte er Rat in einem benachbarten Kloster. Die Mönche warfen die Früchte der Pflanze ins Feuer und verkosteten anschließend das schwarze Getränk. Nachdem bei ihnen eine ähnliche Wirkung einsetzte wie bei Kaldis Ziegen, waren sie sicher: das ist ein Geschenk Gottes. Soweit die Legende.

Aber was ist tatsächlich geschichtlich überliefert? Anerkannt ist, dass die Kaffeepflanze (fachlich auch ​“Coffea”​ genannt) aus Äthiopien stammt. Zum ersten Mal wurde die Pflanze in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens bereits 900 n. Chr. erwähnt. Damals wurden die Blätter und getrockneten Früchte (Kirschen), ähnlich wie Tee, in heißem Wasser aufgegossen und dann getrunken. Erst später, als Kaffee durch die arabische Welt ins Osmanische Reich und später nach Istanbul gelangte, entsprach die Zubereitung bereits eher der heutigen Form. Die rohen, trockenen Samen (denn, streng genommen sind es keine Bohnen) wurden geröstet, fein gemahlen und in Wasser mehrfach aufgekocht. Im Jahre 1554 eröffneten im damaligen Konstantinopel die ersten Kaffeehäuser. Da viele Kaufleute, die den Orient bereisten, solche Einrichtungen im heutigen Istanbul als sehr angenehm empfunden hatten, brachten sie Kaffee als Souvenir mit nach Europa.

Dieses „Mitbringsel“ erfreute sich schnell bei uns besonderer Beliebtheit, sodass bereits im 17. Jahrhundert Kaffeehäuser in Venedig und danach in London, Wien sowie schließlich auch in Paris eröffnet wurden. In der Schweiz war es der Orientreisende Johann Jakob Ammann, der den "Türkentrank"1618 hier öffentlich bekannt machte.


Tipp:​ Türkischer Kaffee (​Mokka​) darf nicht mit der bekannten Mokakanne oder dem mit flüssiger Schokolade hergestellten Getränke “Mocha” verwechselt werden. Vor der Erfindung des Filterkaffees war übrigens jeder Kaffee ein Mokka-Kaffee.


Zur Person: Philip Michael, der gebürtige Deutsche mit britischen Wurzeln, lebt und arbeitet mittlerweile in Buttikon. Seinen Kaffee trinkt er schwarz. Der gelernte Barista kommt ursprünglich aus der Werbung, hat sich aber vor ein paar Jahren voll und ganz dem Kaffee verschrieben.

Fragen rund ums Thema Kaffee, an folgende E-Mail: philip@ansaro.ch

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